Religion
Medien und Religion nach 09/11
Seit 09/11 ist von einer "Rückkehr der Religion" die Rede, was auf der eurozentrischen Annahme aufbaut, dass diese erst einmal verschwunden ist (was global nicht zutrifft). Die Religion kommt in Europa primär in die Massenmedien (und in politische Diskurse) "zurück", was diese kleine, exemplarische quantitative Medienuntersuchung nachweist.
PRÄSENTATION IM SALON ULRIKE UND ANDREAS WALKER IN BASEL | 26. JUNI 2009
Protestantischer Fundamentalismus in den USA
Seit dem frühen 20. Jahrhundert sind religiös-fundamentalistische Denkströmungen in den USA präsent. Schon ihr Ursprung in den urbanen Zentren weist auf die Tatsache hin, dass sie sich nicht einfach gegen die Moderne, sondern eher auf einer Art parallelem Sonderweg entwickelten.
NZZ | 29. September 2011
"Wer hat heute nicht gesündigt?"
Während die Landeskirchen immer mehr Austritte verzeichnen, ist bei afrikanischen Kirchen oftmals ein enthusiastisches Christentum anzutreffen. Erweckung, Zungenreden, Gospel, Tanz und Dämonenvertreibung gehören zu den Praktiken.
NZZ | 18. Oktober 2010
Jenseits von Preisen
Im Übergang zur Moderne kommt es zur Ausdifferenzierung von Funktionssystemen, die sich als Umwelten gegenüber stehen und die folglich zunehmender Fremdbeschreibung ausgesetzt sind. Die Religion, die im Zuge dieser Entwicklung ihr Welterklärungsmonopol an andere Systeme abdelegieren muss, verlagert sich ins Irrationale. Indem das ökonomische Paradigma universalisiert wird, entsteht Bedarf für Unbezahlbares.
Erschienen in: Pahl, Hanno/Meyer, Lars (2010): Gesellschaftstheorie des Geldes. Soziologische Beiträge. Marburg: Metropolis.
Der sichtbare Tod
Der eigene Tod lässt sich lebensweltlich nicht erfahren. Entsprechend sind Jenseitsvorstellungen Semantiken, durch die wir Transzendenz in der immanenten Welt aufbauen. Bestattungstechniken sind kulturelle Abbilder von zunehmend individualisierten Jenseitsvorstellungen.
SWISSFUTURE | 04/2008
Ein Islam ohne Repression
Nicht die USA, sondern Europa hat ein Problem mit dem Islam, sagt Ingrid Mattson. Die Präsidentin der grössten islamischen Vereinigung Nordamerikas über religiös legitimierte Gewalt, Frauenrechte und Parallelgesellschaften.
FACTS | 19. April 2007
Selbstmord
Der Soziologe Emile Durkheim führte Ende des 19. Jahrhunderts die höheren Selbstmordraten von Protestanten gegenüber den Katholiken auf den ausgeprägten Individualismus zurück. Ein Vergleich mit den aktuellen Selbstmordraten.
DAS MAGAZIN (Tagesanzeiger) | 9. September 2006
Liebe dich selbst
Westliche Sinnsucher reduzieren den Buddhismus oftmals auf Meditation und Theosophie. Sie sind erstaunt, wenn ein tibetischer Mönch mehr Interesse an ihrer Uhr hat als an seinen spirituellen Anliegen.
DAS MAGAZIN (Tagesanzeiger) | 6. August 2005
«Wenn ich Lust habe, tanze ich»
Schon als Mädchen träumte Florentina Camartin vom Leben im Kloster. Dort geriet sie nicht in Weltabgeschiedenheit, sondern mitten ins Leben.
NZZ AM SONNTAG | 22. August 2004